Zahnimplantate

Zahnimplantate sind aus der modernen Zahnheilkunde praktisch nicht mehr wegzudenken. Die Implantologie hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt und viele neue Verfahren hervorgebracht, sodass es heute viele Wege und Möglichkeiten gibt, um Patienten mit hochwertigem Zahnersatz zu versorgen.

Ob fehlender Einzelzahn, größere Lücke oder gänzlich zahnlose Kieferreihen – unsere Praxis ist mitunter auf Implantologie spezialisiert und verfügt über die modernste Technik auf diesem Gebiet, was es uns ermöglicht, Patienten mit unterschiedlichsten Ausgangsvoraussetzungen schonend und sicher zu behandeln – immer mit dem Ziel in Hinblick auf Funktion und Ästhetik das Bestmögliche zu erreichen.

Bei einer Implantation handelt es sich um einen kleinen oralchirurgischen Eingriff, bei welchem eine Titanschraube (das Implantat) in den Kieferknochen eingesetzt wird. Nach der Behandlung verwächst das Implantat, dessen Funktion mit jener der natürlichen Zahnwurzel vergleichbar ist, mit der umgebenden Knochensubstanz zu einer festen Trägereinheit (Osseointegration). Nach dieser Einheilzeit ist das Implantat fest mit dem Knochen verbunden. Es kann nun voll belastet werden und dient als stabiler Träger für festsitzenden Zahnersatz (Kronen, Brücken) und herausnehmbaren Zahnersatz (Prothesen).

Alle Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit unserem ISO zertifizierten Partner-Zahnlabor in Wien.

Zahnimplantate: Zahnärzte am Stadtpark, Wien
Implantatgetragener Zahnersatz: Zahnärzte am Stadtpark, Wien

Implantatgetragener Zahnersatz: Einzelzahnkronen

Am häufigsten werden Implantate nach dem Ziehen eines Zahnes gesetzt, um diesen bzw. genauer gesagt dessen Funktion (Beißen, Kauen, Stimulation des Knochens) zu ersetzen und gleichzeitig auch das ästhetische Erscheinungsbild wiederherzustellen. Im Rahmen der Behandlung wird ein einzelnes Zahnimplantat im Kieferknochen eingebracht, nach der Osseointegration wird darauf eine Zahnkrone befestigt, die in enger Zusammenarbeit mit unserem zahntechnischen Labor hergestellt und dabei in Hinblick auf alle wichtigen Details individuell angepasst wird.

Implantatgetragener Zahnersatz: Brücke auf zwei Implantaten

Bei einer Zahnbrücke handelt es sich um fest miteinander verbundene Kronen, die eine größere Zahnlücke “überbrücken”. Fehlen mehrere Zähne nebeneinander, dann stellt eine implantatgetragene Brücke eine sehr gute Möglichkeit dar, um die Lücke zu versorgen – hierfür werden zwei Implantate eingebracht, die einzelnen Brückenglieder (Kronen) reichen dann vom einem Ende zum anderen, also von einem Implantat zum anderen.

Eine Brücke kann auch ohne Implantate zum Schließen einer größeren Lücke in Betracht gezogen werden. Wichtiger Vorteil der implantatgetragenen Alterative ist allerdings, dass während der Behandlung keine Nachbarzähne beschliffen werden. Bei einer herkömmlichen Brücke stützen sich die Brückenglieder, welche die einzelnen Zähne ersetzen, an den Nachbarzähnen ab. Für das Anbringen der Brückenkonstruktion müssen diese zuvor entsprechend beschliffen werden, was bedeutet, dass natürliche Zahnsubstanz verloren geht. Zur Befestigung von Implantaten müssen keine Nachbarzähne beschliffen werden, deren natürliche Substanz bleibt gänzlich erhalten.

Implantatgetragener Zahnersatz: Brücke auf zwei Implantaten
Implantatgetragener Zahnersatz: Zahnärzte am Stadtpark Wien

Implantatgetragener Zahnersatz: Prothese auf zwei bis vier Implantaten

Implantate dienen nicht nur als Träger für festsitzenden Zahnersatz, sondern stellen auch eine sehr gute Grundlage für Prothesen dar.

Auch im Bereich des herausnehmbaren Zahnersatzes gab es in den letzten Jahren viele neue Entwicklungen, die heutigen “Dritten” haben mit dem einst verbreiteten Bild vom Wasserglas am Nachttisch nichts mehr gemein. Dennoch: Das feste Zubeißen und Kauen können durch das Tragen einer Totalprothese erschwert werden und viele Prothesenträger fühlen sich beim Essen, Sprechen und Lachen eingeschränkt und unsicher.

Eine elegante Lösung, um den Halt der Prothese um ein Vielfaches zu erhöhen ist das Einsetzen von zwei bis vier Implantaten, auf welchen die Prothese später befestigt werden kann. Implantatgetragene Prothesen bieten im Vergleich zu herkömmlichen Totalprothesen mehr Sicherheit und Komfort und ermöglichen es, genussvoll zu essen, ohne Probleme zu sprechen und selbstbewusst und herzhaft lachen, was schließlich auch einen deutlichen Zugewinn an Lebensqualität bedeutet.

All-on-4

Implantatgetragener Zahnersatz: Versorgung gänzlich zahnloser Kieferreihen mit einer Brücke auf vier bis sechs Implantaten

In kurzer Zeit schonend, schmerzfrei und sicher zu hochwertigem Zahnersatz, der belastbar und von den natürlichen Zähnen nur schwer zu unterscheiden ist: Mittels des Konzepts All-on-4 bzw. All-on-6 können alle Zähne eines Kiefers dauerhaft und festsitzend (ohne Herausnehmen wie bei einer Prothese) mit einer Brücke auf vier bis sechs Implantaten ersetzt werden.

Bei diesem besonderen Behandlungskonzept handelt es sich also um eine festsitzende Lösung für den vollständigen Zahnbogen, wobei sowohl die Versorgung des Unter- als auch des Oberkiefers möglich ist. Die innovativen Schritte hinter dem Konzept sind das Einbringen der Implantate in einer speziellen Neigung bzw. in einem genau definierten Winkel und deren exakt berechnete Positionierung. Das Behandlungskonzept ermöglicht eine schonende Versorgung mit Implantaten und festsitzendem Zahnersatz auch ohne Knochenaufbau und im Regelfall ohne nennenswerte Belastung für den Patienten – trotz Ausmaß der Versorgung (gänzlich zahnlose Kieferreihen).

All-on-4: Implantatgetragener Zahnersatz: Zahnärzte am Stadtpark, Wien
All-on-4 Zahnimplantate: Zahnärzte am Stadtpark
All-on-4 Zahnimplantate: Zahnärzte am Stadtpark
All-on-4 Zahnimplantate: Zahnärzte am Stadtpark

OA Dr. Dr. Florian Katauczek, MSc.

Konsiliararzt für Chirurgie

Oberarzt an der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer –
und Gesichtschirurgie, AKH Wien

Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Master of Science Orale Implantologie & Parodontaltherapie

Durch seine langjährige Erfahrung am AKH an der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist Dr. Dr. Florian Katauczek unsere kompetente Ansprechperson für Ihre chirurgischen Anliegen. Als Oberarzt an der Station übernimmt er neben der täglichen Patientenbetreuung eine große Rolle in der Ausbildung jüngerer Kollegen.
Seine Expertise und Arbeitsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der Implantologie die er mit dem Master of Science: Orale Implantologie und Parodontaltherapie noch ausgeweitet hat. Wichtig bei der Patientenbehandlung ist für Ihn einerseits eine Behandlung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft aber zugleich eine sanfte und schonende Therapie für unsere Patienten.

Beruflicher Werdegang:
• 1998 – 2007: Studium der Humanmedizin, Medizinische Universität Wien
• 2003 – 2009: Studium der Zahnmedizin, Medizinische Universität Wien, Semmelweis Universität Budapest
• 2009 – 2011: Facharztausbildung an der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, AKh Linz
• 2011 – 2015: Facharztausbildung an der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, AKH Wien
• Seit 2014: PhD – Doctoral Program of Applied Medical Science, Medizinische Universität Wien
• Seit 2015: Zahnärztliche und kieferchirurgische Vertretungstätigkeit in diversen Ordinationen
• 2015 – 2016: Masterstudium „Orale Implantologie & Parodontaltherapie“ (DGI, Deutsche Gesellschaft für Implantologie)
• Seit 2016 Leiter der Spezialambulanz für Präprothetische Chirurgie & Knochenaufbau, AKH Wien
• Seit 2018: Stationsführender Oberarzt an der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, AKH Wien

Diplom der Österreichischen Zahnärztekammer:
• Zahnärztliches Fortbildungsdiplom für Implantologie

Mitgliedschaften:
• AOCMF (Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen – Craniomaxillofacial)
• ÖGMKG (Österreichische Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie)
• ÖGI (Österreichische Gesellschaft für Implantologie)
• ITI (International Team of Implantology)

OA Dr. Dr. Florian Katauczek, MSc

Oberarzt an der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer – und Gesichtschirurgie, AKH Wien
Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Master of Science Orale Implantologie & Parodontaltherapie

Durch seine langjährige Erfahrung am AKH an der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist Dr. Dr.  Florian Katauczek unsere kompetente Ansprechperson für Ihre chirurgischen Anliegen. Als Oberarzt an der Station übernimmt er neben der täglichen Patientenbetreuung eine große Rolle in der Ausbildung jüngerer Kollegen.
Seine Expertise und Arbeitsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der Implantologie die er mit dem Master of Science: Orale Implantologie und Parodontaltherapie noch ausgeweitet hat. Wichtig bei der Patientenbehandlung ist für Ihn einerseits eine Behandlung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft aber zugleich eine sanfte und schonende Therapie für unsere Patienten.

Vor- und Nachteile von Zahnimplantaten

Vorteile von Zahnimplantaten:

  • Im Vergleich zu anderen Arten von Zahnersatz bieten Implantate den wichtigen Vorteil, dass sie die Funktion der natürlichen Zahnwurzel nachahmen und den Kieferknochen auf natürliche Weise belasten. Durch die natürliche Druckbelastung wird das Kieferknochenwachstum laufend angeregt, was Knochenschwund und damit einhergehenden Folgen entgegenwirkt.
  • Da implantatgetragener Zahnersatz fest im Kieferknochen verankert ist bietet er sehr festen Halt, was insbesondere auch für implantatgetragene Prothesen gilt, die im Vergleich zu herkömmlichen Prothesen mit mehr Tragekomfort und Sicherheit einhergehen. Ebenso können sich Patienten mit einer implantatgetragenen Kronen- oder Brückenversorgung über eine große Kaukraft und ein natürliches Tragegefühl freuen. Außerdem müssen für das Einbringen von Implantaten keine Nachbarzähne beschliffen werden.
  • Implantate bieten somit viele Vorteile und stellen in Hinblick auf Sicherheit, Funktion, Ästhetik und Komfort eine ausgesprochen wertvolle Versorgungsmöglichkeit dar.

Nachteile von Zahnimplantaten:

  • Was bei einer Beratung und Therapieentscheidung jedoch ebenso miteinfließen sollte ist, (1.) dass die Behandlungskosten je nach individueller Situation zumeist höher sind als bei der Versorgung mit anderen Arten von Zahnersatz und, (2.) dass die Behandlung mit einem oralchirurgischen Eingriff und manchmal auch mit einer Vorbehandlung (Knochenaufbau) verbunden ist und die Osseointegration einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen kann, wodurch sich die Gesamtbehandlungszeit verlängert.

Kontakt

Haben Sie Fragen zu Zahnimplantaten?

Wir beraten Sie gerne und freuen uns auf Ihre Anfrage.

Zahnärzte am Stadtpark
Salesianergasse 4/3
1030 – Wien

Häufig gestellte Fragen zu Zahnimplantaten

Wie viel kostet ein Zahnimplantat?

Die Kosten für die Therapie belaufen sich auf ca. 1.250,00 Euro pro Implantat. Hinzu kommen die Kosten für die Zahnkrone oder andere weitere Arbeiten auf dem Implantat.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Implantation?

Die Wiener Gebietskrankenkasse übernimmt bei Zahnimplantaten leider keinen Kostenanteil. Die BVA, KFA und SVA übernehmen einen Anteil der Therapiekosten in Höhe von ca. 200,00 Euro pro Implantat. Dies muss jedoch für jeden Patienten individuell bewilligt werden und wird im Vorhinein nicht garantiert.

Ist die Versorgung mit einem Implantat mit Schmerzen verbunden?

Generell gibt es bei der Implantation keine Beschwerden. Die Zahnimplantate werden in den entzündungsfreien Knochen gesetzt, eine Lokalanästhesie wirkt Schmerzen während der Behandlung im Regelfall sehr gut entgegen.

Wie lange heilt ein Zahnimplantat ein?

Die Einheilzeit variiert von Patient zu Patient und hängt von Faktoren wie der individuellen Knochenzusammensetzung und der genauen Implantationsstelle ab. In machen Fällen kann sofort eine Krone auf dem Zahnimplantat befestigt werden. In anderen Fällen muss bis zu drei Monate abgewartet werden, ehe das Zahnimplantat belastet werden kann.

Muss vor jedem Zahnimplantat ein Knochenaufbau durchgeführt werden?

In manchen Fällen ist der Kieferknochen bereits stark abgebaut, sodass eine Implantation nicht möglich ist. In solchen Fällen muss ein Knochenaufbau (Augmentation) durchgeführt werden, um ein ausreichendes Knochenangebot für das Implantat zu gewährleisten. Es gibt verschiedene Techniken, die individuell für die jeweilige Situation in Frage kommen.

Wie lange dauert die Schonzeit nach einer Implantation?

In den ersten 48 Stunden kann es zu einer geringen Schwellung kommen und das Wundgebiet kann ein wenig empfindlich sein. In dieser Phase wird körperliche Schonung empfohlen, zudem sollte auf harte Nahrung verzichtet werden. Am ersten Tag nach der Behandlung sollten auch heiße Speisen und Getränke vermieden werden.

Wie hoch ist die Lebenserwartung von Zahnimplantaten?

Die Lebenserwartung eines Zahnimplantats beträgt nach fünf Jahren über 95 Prozent, nach 20 Jahren liegt die Lebenserwartung bei 85 Prozent. Diese Zahlen zeigen die hohe Verlässlichkeit und Sicherheit der Implantattherapie.

Ist normales Kauen mit einem Zahnimplantat möglich?

Ja, nach der Einheilzeit können Zahnimplantate wie die eigenen Zähne belastet werden. Patienten können mit Zahnimplantaten völlig normal kauen, sprechen und lachen