ZAHNARZT

Mikroskopische Wurzelbehandlung

By 30. Mai 2019 No Comments
Wurzelbehandlung – Wählen Sie das Beste - Zahnärzte Am Stadtpark

Die Einführung des Mikroskops in die Zahnmedizin und vor allem in die Wurzelbehandlung hat zu einer revolutionären Entwicklung in der Zahnbehandlung geführt.

Warum und wie?

Die traditionelle Wurzelbehandlung war auf dem Tastsinn begründet, während die mikroskopische Wurzelbehandlung auf dem Sehsinn begründet ist. Man kann sagen, dass die Behandlung früher „blind“ durchgeführt wurde, von den taktilen Fähigkeiten abhängig war und ein Minimum an visuellen Informationen bot, wobei die Behandlung des Wurzelkanals obligatorisch mit Röntgen-Aufnahmen kontrolliert wurde.

Behandlung des Wurzelkanals

Das primäre Ziel jedes Zahnarztes ist es, mit Vorsorgemaßnahmen den Verlust der Zähne zu verhindern und deren Funktion und Ästhetik zu bewahren. Das Ziel ist, abgestorbenes Gewebe und Mikroorganismen mit mechanischen Instrumenten und durch Spülungen aus dem Wurzelkanal zu beseitigen. Durch Füllungen wird eine erneute Infektion verhindert.

Ursachen für Entzündungen sind:

  • Mikroorganismen: Streptococcus mutans, Lactobacili, Actynomyces
  • Andere Reizerreger: mechanische, technische und chemische Reizerreger (traumatische Okklusion, Desensibilisierungsmittel, Sterilisierung, Zahnbeinreinigung, tiefe Präparation…).
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Mikroskop in der Medizin

Ein Mikroskop ist ein Instrument, das uns ermöglicht, vergrößerte Bilder kleiner Gegenstände zu sehen. Auf diese Weise erleichtert es die Therapie. Die hohe Präzision erhöht die Erfolgsquote wesentlich.

Das Mikroskop wird bereits seit Jahrzehnten erfolgreich in der Medizin angewendet. Ophthalmologie, Neurochirurgie, rekonstruierende Chirurgie, HNO und Gefäßchirurgie sind heute ohne Mikroskop unvorstellbar. Es ist wichtiger Bestandteil zahlreicher chirurgischer Fachbereiche. Das erste Mal wurde es 1921 in der HNO verwendet und danach bald auch in der Ophthalmologie unerlässlich.

DOM – Dental operating microscope / Zahnoperationsmikroskop

Etwas später wurde das DOM – Zahnoperationsmikroskop in die Zahnmedizin eingeführt. Das Operationsmikroskop mit galiläischer Optik wurde im Jahr 1911 von Gary Carr eingeführt. Dieses Mikroskop war ergonomisch für die Zahnmedizin konzipiert. Behandlungen in den Bereichen der restaurativen Zahnmedizin, Parodontologie und Wurzelbehandlung, die eine Bildauflösung außerhalb der Grenzen des menschlichen Auges, die 0,2 mm beträgt, erfordern, werden heute täglich durchgeführt. Diese Behandlungen umfassen das Ausschaben und Polieren der Wurzel, Schneiden, Beseitigung von Karies, Ausbesserung von Perforationen, Transplantationen von Knochen und Weichgewebe, Ortung von Wurzelkanälen usw. Am häufigsten wird das Mikroskop bei der Wurzelbehandlung angewendet.

Mikroskopische Wurzelbehandlung – Vorteile

Während medizinische Linsen eine fixe Vergrößerung von 5 bis 6 Mal haben, vergrößert ein Mikroskop 1,5- bis 30-fach. Zahlreiche Wurzelbehandlungen werden bei einer Vergrößerung von 10- bis 15-fach ausgeführt, einige erfordern jedoch eine Vergrößerung bis zu 30-fach.

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Eine mikroskopische Wurzelbehandlung ist erfolgreicher und präziser, denn ein Mikroskop:

  • verbessert die Sehschärfe
  • ermöglicht eine präzisere Zahnbehandlung
  • schafft Bedingungen für stereoskopisches Sehen
  • ermöglicht eine gute Tiefenorientierung.

Die mikroskopische Vergrößerung kann mit Hilfe eines Reglers oder Zooms verändert werden. Die Untersuchung des Mundraums erfolgt auf einer niedrigeren Vergrößerungsstufe und die von Detailstrukturen auf einer höheren. Das umfasst die Ortung des Wurzelkanals, wie auch die Ortung zusätzlicher Wurzelkanäle. Der Zahnarzt kann dabei in wenigen Sekunden von einer gewöhnlichen Darstellung auf die Detaildarstellung umstellen.

Das Zahnmikroskop ist eine einzigartige technische Innovation.

Mikroskopisch Wurzelbehandlung bei den Zahnärzten am Stadtpark

Warum haben wir uns dazu entschlossen, bei unserer Arbeit ein Mikroskop anzuwenden? Wir möchten unseren Patienten eine sicherere Wurzelbehandlung mit maximal genauer Diagnose und präziser Zahnbehandlung bieten. Mit einer intraoralen Kamera bekommen wir zwar ein vergrößertes Bild, doch handelt es sich dabei um ein zweidimensionales Bild ohne Tiefe. Wenn jedoch ein Mikroskop angewendet wird, erhalten wir eine dreidimensionale Darstellung und ein komplettes Bild der Raumverhältnisse.

Wir bekommen außerdem Zugang zu den unzugänglichsten Teilen der Zähne und des Mundraums, denn das Sehfeld wird erweitert. Wir sehen mehr und besser. Mit Hilfe eines Mikroskops erhalten wir mehr zugängliche, visuelle Informationen, was die Diagnose und Behandlung von Zahnerkrankungen erleichtert.

Das Mikroskop erleichtert unsere Arbeit und macht sie präziser und sicherer. Die Vorteile für Patienten sind: sicherer Eingriff, mehr Komfort und eine kürzere Dauer des Eingriffs. Das Mikroskop reduziert auch die Möglichkeit von Arztfehlern, denn eine präzise Behandlung ermöglichen nicht die Hände, sondern die Augen. Mit dem Mikroskop werden die natürlichen Begrenzungen des Auges umgangen, denn es vergrößert Detailstrukturen und feine Strukturen und entspannt die Ciliarmuskeln. Dadurch reduziert es die Ermüdung der Augen.

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Die Ergonomie ist verbessert, so dass die Netzhaut 100% auf das Objekt fokussiert ist. Das Mikroskop ermöglicht Digitalfotos, Videoaufnahmen in verschiedenen Vergrößerungen, sowie die digitale Dokumentation.

Wir schließen mit den Worten von Professor Kim ab: “Richtig behandeln können wir nur das, was wir gut sehen.“ Und das Mikroskop ermöglicht uns genau das, eine präzise, detaillierte dreidimensionale Ansicht der unzugänglichsten Stellen des Mundraums, was die Arbeit präziser und qualitativ hochwertiger macht. Und das ist sowohl für uns als Zahnärzte als auch für unsere Patienten sehr wichtig.